Westfälische Hochschule Gelsenkirchen  |  2010

Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau, Ver- und Entsorgung  |  Gelsenkirchen

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INFORMATIONEN

Die Aufgabenstellung war unterschiedlichste Funktionsbereiche mit rund 13.000 m² Nutzfläche auf ein relativ enges Baufeld zu realisieren.

Die Kammstruktur des Gebäudes ermöglicht ein diszipliniertes Entwurfskonzept und übernimmt modifiziert das vorhandene Gefüge. Es entwickelt sich eine kompakte, funktionelle und wirtschaftliche Gebäudekonfiguration, die sich trotz des nicht unerheblichen Bauvolumens unaufgeregt in das bestehende Ensemble städtebaulich einfügt.

Die Gebäudeform besteht aus einem nordsüdverlaufenden, fünfgeschossigen Langbaukörper, an dem westlich vier „Finger“ angedockt werden. Der Lang- oder Magistralenbaukörper bildet einen hofartigen und parallelen Abschluss zum bestehenden Gebäude. Die Finger filtern in den Landschaftsraum und markieren das Entree der Hochschule.

Der Hauptzugang erfolgt von Norden in die neue zweigeschossige Halle, die den Alt- mit dem Neubau verbindet. Die Halle wird zum zentralen Verteiler. Eine offene Hallentreppe ermöglicht eine räumliche Verbindung aller Ebenen.

Der von Nord nach Süd verlaufende Magistralenbaukörper wird von vier Fingern überlagert. In den Kreuzungspunkten befinden sich die sog. Kerne, mit  Treppenhaus,  Aufzug und Schächte für HLSK, Elektro- und EDV- Verteiler, die die vertikale Infrastruktur des Neubaus darstellen.

Der Anlieferbereich wird in das Untergeschoss verlegt – so entsteht ein adäquater Vorbereich und gleichzeitig ein Außen-raum im Süden, der von Studenten campusartig genutzt wer-den kann.
Die zentrale Eingangshalle gibt den Blick nach Süden in den Landschaftsraum durch die raumhoch verglasten Fassaden frei und ermöglicht gleichzeitig einen fließenden Übergang in den Cafeteriabereich am Innenhof.

Die gesamte Zone soll zum Verweilen, Kommunizieren und Lernen einladen.

Konzentriert angeordnet sind der Senatssaal und der multi-funktionale Raum, der im Sommer mit der Cafeteria über den Innenhof außenräumlich verbunden werden kann und so für weitere Nutzungen zur Verfügung steht. Im weiteren Bereich des Erdgeschosses befinden sich der Verwaltungsbereich der Fachhochschule und das Rechenzentrum der ZIM IT.
Die gering installierten Bürobereiche sind dem Magistralen-baukörper, die hochinstallierten Laborbereiche sind den Fingern zugeordnet.

Hoch- und geringinstallierte Bereiche sind klar zoniert und er-möglichen brandschutztechnisch und wirtschaftliche Planungskonzepte.

Die architektonische Struktur des Baukörpers ermöglicht kurze Wege und spiegelt inhaltlich die Gliederung der einzelnen Fachbereiche: Elektrotechnik, Maschinenbau, Versorgung und Entsorgung, Institut für Journalismus und public relations und das Zentrum für Informationstechnik, die ebenenweise in den drei oberen Geschossen angeordnet sind.

PC Pools sind jeder Fachbereichsebene zugeordnet. Durch die gestapelte Anordnung ist eine räumliche Überschaltbarkeit auch zwischen den Fachbereichen möglich.

Die Seminarräume sind zwischen den Fingern nach Westen orientiert. Die verglasten Flurwände ermöglichen, trotz der not-wendigen kompakten Bauweise, tageslichtdurchflutete Flurzonen.
Das Entwurfskonzept sieht vor, das Gebäude in seiner Erscheinung zeitlos und architektonisch haltbar auszustatten. Neutrale Oberflächen sehen sich pointiert mit Farbflächen. Das prägende Grün des umliegenden Landschaftsraums bestimmt den Farbton der Außenhaut, sowie der übergeordneten Innenräume. Charakteristisch bleibt der Kontrast

NF: 13.500 m²
BRI: 96.383 m³
Baukosten: 40,1 Mio €
Bauherr: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Recklinghausen
Fertigstellung: 05/2010
LP: 2 - 8