Klinikum Ernst von Bergmann  |  2007

Neubau, Sanierung und Umabu im laufenden Betrieb  |  Potsdam

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INFORMATIONEN

Das Klinikum Ernst von Bergmann ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 1.062 Betten. Auf der Grundlage einer Zielplanung aus den 1990er Jahren ergaben sich u.a. 2 Erweiterungsbauten.

Gebäude 2 als fünfgeschossiger langgestreckter Baukörper, welcher am Nordwestrand eine bauliche Abrundung darstellt und ein Perinatalzentrum mit Entbindungsabteilung, Wöchnerinnenstation und Kinderintensivstation sowie die Fachabteilung Kinderheilkunde aufnimmt. Dieser Baukörper ist sowohl von außen getrennt erschlossen als auch im Inneren an den Gesamtkomplex angeschlossen.
Gebäude 6 als sechsgeschossiger gedrungener Baukörper, welcher am Südostrand einen städtebaulichen Abschluss bildet. Er ist ebenengleich an einen bestehenden Funktionsbau angebunden und beinhaltet die zentrale Aufnahme mit Notfallbehandlung, zwei Intensivpflegestationen, die Erweiterung der bestehenden OP-Abteilung sowie die Endoskopie. Von einem Hubschrauberlandeplatz werden über einen gesonderten Aufzug alle Abteilungen direkt angefahren. Die be-stehende OP-Abteilung im Bestand wird baulich und funktionell saniert.

Während Gebäude 2 als Putzfassade an die bestehenden umgebenden Gebäude angepasst wird, stellt Gebäude 6 mit einer strukturellen Alu-Glas-Fassade einen städtebaulichen Akzent dar.
Im engen Korsett der statisch, konstruktiv und funktional bestimmenden Parameter des Bestandsgebäudes wurde eine Vielzahl von Konzepten entwickelt und diskutiert.

Gegensätzliche Nutzerhaltungen und Erwartungen mussten moderiert werden, viele Kompromisse waren nötig, bis ein von allen akzeptiertes und umsetzbares Konzept gefunden war. Dazu mussten auch Betriebsabläufe im Klinikum, z.B. bedingt durch die Schaffung einer Holding Area, komplett neu organisiert werden.

8 von 12 OPs waren im Bestand zu realisieren, einem Stahlbeton-Skelett-Bau aus den 70er Jahren. Das System „SK Ost“ erwies sich als sehr unflexibel für die Planung einer modernen OP-Struktur, die niedrige Deckenhöhe erschwerte die Planung der TGA-Installation.

Der alte OP-Bereich musste komplett entkernt werden, die Fassaden wurden im Rahmen einer Gesamtsanierung komplett erneuert. Die Lage der OPs in Ebene 4 unterhalb der Technikebene für das gesamte Gebäude erforderte die Sicherung aller vertikal querenden Versorgungsleitungen durch das Gebäude.

Zum großen Teil mussten diese auch brandschutzertüchtigt werden.

Nach Analyse des Bestands und Abschluss der konzeptionellen Phasen wurde die OP-Abteilung in allen Maßstäben durchgeplant.

An vielen Stellen mussten, den Zwängen des Bestandes geschuldet, Sonderdetails entwickelt werden. Bauherrschaft und Nutzer waren in allen Phasen in die Ent-scheidungsfindung  eingebunden.

NF: 9.905 m²
BRI: 80.660 m³
Baukosten: 59,2 Mio €
Bauherr: Klinikum Ernst von Bergmann GmbH
Fertigstellung: 05/2007
LP: 1 - 9