Klinikum Rechts der Isar München, Zentrale Sterilgutversorgung ZSVA

Klinikum Rechts der Isar München  |  2014

Zentrale Sterilgutversorgung ZSVA  |  München

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INFORMATIONEN

Bauaufgabe Sterilgutaufbereitung
Die Größe des Gebäudes basiert auf einer einzigen Leistungs-zahl, der erforderlichen Sterilgutkapazität im Jahr (STE/a). Alle Flächen, gebäudetechnischen Anlagen und medizintechnischen Einbauten unterliegen dieser Zahl und ergeben sich aus der Simulation der Kapazitätsanalyse. Im Vorfeld der Planungen wurde daher ein Raumprogramm aus der Analyse berechnet und abgeleitet, um die notwendigen Betriebsabläufe zu garantieren. Der Prozess der Sterilgutaufbereitung darf dabei nicht durch einen ungewollten „Flaschenhals" gebremst werden, da sonst die Gesamtleistung der Abteilung sinken würde. Das Gebäude kann salopp mit einer begehbaren Maschine zur Aufbereitung von wieder verwendbaren Medizinprodukten umschrieben werden.


Bauen mit vorgefertigten Raummodulen
Aufgrund des beengten Bauraumes und sensibler Nutzung in der unmittelbaren Nachbarschaft entschied man sich für eine Bauweise mit maximalen Vorfertigungsgrad. Mittels werkseitig erstellter Raummodule verlagerte man die Bautätigkeit weitest möglich in die Werkhalle eines Generalunternehmers.
Parallel zur Erstellung der Baugrube und des konventionellen Untergeschosses (Rohbau ca. vier Monate) erfolgte die werkseitige Herstellung der 24 Raummodule.
Diese hat man durch Sondertransporte binnen fünf Nächten jeweils zwischen 23 und 5 Uhr angeliefert und sogleich in die endgültige Position versetzt.

Eine große Herausforderung für die Anlieferung und Montage der Module ist die logistische Vorbereitung der Baustelle. Der komplette Transportweg vom Werk bis zur Baustelle wird dabei auf Hindernisse in Höhe, Breite und Länge untersucht. Polizeibegleitung und Straßensperrungen im Stadtgebiet sind dabei unumgänglich. Für die Aufstellung des mobilen 400 Tonnen Autokrans an der Baustelle ZSVA 1 musste die Versorgungsstraße des Klinikums eine Woche jeweils nachts komplett gesperrt werden.
Der weitere Ausbau der ZSVA dauerte inklusive Inbetriebnahme wegen des hohen Installationsgrades dennoch weitere sechs Monate. Da Lüftungsanlagen, Leitungsinstallationen, elektrische Betriebstechnik sowie die Medizintechnik bauseits ergänzt werden mussten, war für diese spezielle Baumaßnahme der Vorteil der Vorfertigung begrenzt.

Mit der neugeschaffenen Kapazität von 90.000 Sterilguteinheiten pro Jahr ist das Klinikum in der Lage, trotz stetig stei-gender Zahlen von Operationen und Eingriffen, sein Sterilgut vor Ort aufzubereiten und damit den hohen Qualitätsstandard dauerhaft zu erhalten.

Heizen mit Abwasser
In der ZSVA fällt eine große Menge (2,8m3/h) an heißem Abwasser an, das in einem Auffangbecken abgekühlt werden muss, bevor es in die Kanalisation abgeleitet wird. Neben dem für staatliche Baumaßnahmen ohnehin guten energietechni-schen Standard hat man überlegt, wie man den hohen Energieaufwand für die technischen Prozesse einer ZSVA weiter reduzieren kann.

In diesem speziellen Fall entschied man sich für eine Abwasser-Wärmerückgewinnung, bei der die Wärme (Energie) des Abwassers das benötigte vollentsalzte Wasser der ZSVA 1 vorwärmt und somit die Energie den Prozessen zurückführt. Die Energieeinsparungsprognose liegt jährlich bei mehr als 300 MWh Wärmeenergie. Den Berechnungen zufolge amortisiert sich die Investition in die Anlage in weniger als fünf Jahren. Ein Monitoring ist eingerichtet um Ergebnisse beurteilen zu können.
Unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen hat sich die Vorgehensweise beim Neubau der ZSVA als wirtschaftlich und funktionsgerecht bestätigt.
Insbesondere den schwierigen Bedingungen vor Ort hat man durch den hohen Vorfertigungsgrad der Modulbauweise Rechnung getragen.

NF: 1.471 m²
BRI: 10.689 m³
Baukosten:
Bauherr: Staatl. Bauamt München 2
Fertigstellung: 2014