Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme  |  2013

Neubau Laborgebbäude mit erschütterungsfreien Großlaboren für Laseranwendungen  |  Freiburg

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INFORMATIONEN

Das Gebäude beinhaltet auf gut 2.500 m² Nutzfläche Flächen für Forschung, Fertigung und Seminarnutzung. Der repräsentative Baukörper an der Kreuzung Berliner Allee und Elsässer Straße  kommuniziert die Inhalte des Fraunhofer- Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) nach außen und fasst das Institutsgelände städtebaulich zu einer Einheit zusammen. Die Integration eines vom ISE entwickelten Photovoltaiksystems, das neben der Stromversorgung auch der Verschattung dient, ist in der Seminarzone des 2.OGs gelungen. Ein fast 180m² großes “Schaufenster” an der Süd-West-Fassade dienst zur Erprobung architektonisch ansprechender, innovativer und von ISE entwickelten Fassadenelementen, welche auch anlagentechnisch ins Gebäude integriert werden.

Planungskonzepte

Abgesehen davon, dass das Gebäude die Vorgaben der zur Planungszeit geltenden EnEV 2009 um 40% unterschreitet, wurden noch zahlreiche andere innovative Energiekonzepte umgesetzt.
So wurden auf an der Süd-West-Fassade spezielle Scheiben mit integrierten Photovoltaik-Elementen eingebaut, die nicht nur Strom ins Hausnetz einspeisen, sondern gleichzeitig noch als Sonnenschutz dienen.
Des Weiteren befindet sich im 2. Untergeschoß ein 500m³ großer Wasserspeicher, welcher als Wärme- und Kälte-speicher dient. Um diesen Speicher baulich zu realisieren, wurden Studien zur Materialwahl, Strömungstechnik und Temperaturschichtung erarbeitet. Ausgeführt wurde der Speicher als „weiße Wanne“, zum Erdreich gedämmt,  zur  Innenseite wasserdicht beschichtet.
Für die Interferenzlithographie musste ein nahezu erschütterungsfreier Raum mit konstanten Temperaturbedingungen geschaffen werden. Die bautechnische Realisierung gelang mit Hilfe von umfangreichen Gutachten und Simulationen.
Eine schwingungsabgekoppelte, 1m dicke Betonboden-platte, 25 cm Perimeterdämmung, 30 cm  Decken-dämmung und eine intensive Dachbegrünung, gekoppelt mit Bauteilaktivierung gewährleisten gute Randbedingungen für die dort angesiedelte Laserlithographie.

NF: 2.544 m²
BRI: 20.635 m³
Baukosten: 10,0 Mio €
Bauherr: Frauenhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung
Fertigstellung: 2013
LP: 2 - 8