Technologiezentrum Augsburg  |  2013

Neubau Technologiezentrum für die Weiterentwicklung von Faserverbundstrukturen  |  Augsburg

INFORMATIONEN

Im Technologiezentrum Augsburg, einem der Leuchtturmprojekte des Augsburg Innovationsparks wird die Bündelung aller Ressourcen, Kompetenzen und Einrichtungen im Zusammenhang mit CFK-Leichtbau in den Mittelpunkt gestellt.

Das Gebäude, dessen Einrichtungen und die dort vorgesehenen Prozess-Abläufe zur Herstellung und Technologieweiterentwicklung von Faserverbundstrukturen bilden die Basis für Technologieentwicklungen zum effizienten Umgang mit Ressourcen bis weit in die nächsten Jahrzehnte hinein.

Das TZA unterstützt auf dem Kerngebiet der Faserverbundherstellung gepaart mit den Basistechnologien Mechatronik, Umwelt und IT den Prozess der technischen Entwicklung, des technischem Ablaufs und der Kommunikation zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und bildet damit eine Ebene zur Realisation neuer Produkte und Techniken.
 
Im Vordergrund steht eine hohe Wirtschaftlichkeit (Flächen- und Ressourceneffizienz), die unter den Gesichtspunkten der quantitativen Anforderungen an das Raum- und Funktionsprogramm, sowie einer hohen Flexibilität gegenüber allen prozesstechnischen und kommunikativen Anforderungen aus Forschung und Entwicklung aufgebaut ist.

Laborbereiche, Werkstätten, Büro- und Verwaltungsräume sowie multifunktionale Kommunikationsbereiche bilden das Grundgerüst im Ablauf dieser Prozesskette und werden durch die Mitarbeiter der verschiedenen Fachbereiche mit Ideen und Leben gefüllt.

Eine motivierende, modern ausgestattete, angenehme Umgebung unter Verwendung auch pflegeleichter Naturmaterialien, viel Tageslicht, wenig Lärm und ein angenehmes Umfeld mit guter persönlicher Versorgung wird die Kreativprozesse positiv unterstützen.

Die intensive Kommunikation der Mitarbeiter untereinander spielt hier eine entscheidende Rolle. Zur Unterstützung dieser Zusammenarbeit werden neben den unterschiedlichen Kommunikationsräumen innerhalb und außerhalb des TZA auch geeignete organisatorische Dienstleistungen der Betriebsgesellschaft wie auch der Partner angeboten.

Den Mitarbeitern wird somit die Möglichkeit eines intensiven Austausches mit allen Partnern des TZA und den benachbarten Instituten und Lehrstühlen gegeben.
Die von den Unternehmen in das Technologiezentrum entsandten Mitarbeiter finden im Technologiezentrum Augsburg wie auch im Innovationspark ein positiv persönlich motivierendes Umfeld vor.

Das Gebäude ist in 4 Nutzungsbereiche unterteilt:

1. Zentralbereich:
Der Zentralbereich befindet sich im Nordtrakt des Gebäudes und dient als repräsentativer Eingangsbereich für beide Bauabschnitte.
Hier sind die Zentrumsverwaltung und die allgemeinen Einrichtungen untergebracht. Solange kein zentrales Mensagebäude errichtet ist, kann die Multifunktionsfläche als provisorisches
Cafeteria für die Mitarbeiter des Technologiezentrums dienen; sie ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

2. Technikum / Halle:
Das Technikum stellt den Kernbereich des TZA dar. Es liegt südlich des Zentralbereichs und wird im Erdgeschoss von den Werkstätten an West- und Ostseite umschlossen.

3. Werkstätten / Labore:
Die Werkstätten und Labore sind im Erdgeschoß an das Technikum angegliedert.

4. Büros:
Bürobereiche für Klein- und Mittlere Unternehmen KMU und gemeinschaftlich genutzte
Infrastruktureinrichtungen. Die Büros sind im Nord-und Ostflügel ab Ebene 1 angesiedelt.


Szenario aus heutiger Sicht
Die im TZA angesiedelten Unternehmen entwickeln Produkte und Prozesse rund um die Faserverbundtechnologie. Zur maschinellen Verarbeitung werden Anlagen entwickelt, getestet und produktiv eingesetzt. Die zu entwickelnden Faserverbund-Produkte wurden vorher durch die benachbarten Forschungsinstitute entwickelt und werden im TZA zur Systemreife weiterentwickelt und getestet.

Die Unternehmen werden im Wesentlichen KMUs oder kleinere Einheiten von Großunternehmen sein.
Es beginnt mit unterschiedlichen Prozessen zur Herstellung des Faserverbundbauteils, entweder aus trockenen oder in Harz getränkten Geweben bzw. Faserbündeln.

Trockene Gelege werden mit Harz-Härter-Gemischen infiltriert. Die verwendeten Materialien sind teilweise im Gefrierschrank zu lagern und im Fall von Geweben maschinell von Rollen zu schneiden. Die so vorbereiteten Bauteile werden in maschinellen oder händischen Legeprozessen in Form gebracht, um anschließend im Ofen oder Autoklav gehärtet zu werden.

Anschließend werden diese Bauteile maschinell bearbeitet und für die Montage oder den Klebeprozess vorbereitet und händisch bzw. maschinell montiert.
Während aller Prozessstufen werden mechanische, physikalische, chemische und elektrische Prüfungen durchgeführt.

Im Bereich der Mechatronik werden überwiegend Maschinen und Mechatronische Handhabungssysteme entwickelt, die andere Stoffe bewegen, verändern oder kombinieren.
Die erstellten Bauteile und montierten Maschinen müssen abtransportiert werden, Sondertransporte mit Überbreite und Überhöhe sind vorstellbar.

Alle Entwicklungsmaßnahmen benötigen neben Energie zahlreiche Medien(fest, flüssig, gasförmig) zur Versorgung und entsprechender Entsorgung mit den entsprechenden Auflagen.
Im Bereich der Keramik werden Bauteile nach dem CFK-Herstellungsprozess chemisch-physikalisch verändert und zu CMC-Bauteilen umgewandelt.
Die Herausforderung besteht hier vor allem in der Bearbeitung.

NF: -
BRI: 85.726 m³
Baukosten: 26,3 Mio €
Bauherr: WBG Augsburg GmbH
Fertigstellung: in Bau ab 08/2013
LP: 1 - 5